Der Grüne Star - Behandlung

Wie wird der Grüne Star behandelt?

Das Wichtigste bei der Behandlung des Grünen Stars ist die Senkung des Augendrucks.
Am häufigsten erfolgt eine medikamentöse Senkung des Augendruckes durch eine Tropftherapie. Das Wichtigste für den Erfolg der Tropftherapie ist die regelmässige und korrekte Anwendung gemäss ärztlicher Verordnung. Am Augenzentrum Bahnhof Basel legen wir Wert auf eine exakte Instruktion unserer Patienten, damit die Augentropfen durch eine richtige Applikation ihre Wirkung auch entfalten können.
Falls Umstände vorliegen, die eine Tropftherapie verunmöglichen oder bei ungenügender Wirkung der Augentropfen kann in Ergänzung eine Lasertherapie erfolgen. Am Augenzentrum Bahnhof Basel können wir eine sogenannte Argon-Laser-Trabekuloplastik durchführen. Zudem verfügen wir zusätzlich mit der Selektiven Lasertrabekuloplastik über ein schonendes Verfahren, das bei Bedarf auch wiederholt durchgeführt werden kann. In manchen Fällen schliesslich ist der Augendruck nur durch eine Operation erfolgreich zu kontrollieren.

Kann man den Grünen Star operieren?

Kommt es trotz ausgebauter Tropftherapie und/oder Laserintervention zu einem voranschreitenden Gesichtsfeldschaden, muss eine Operation empfohlen werden. Ziel der operativen Behandlung des Grünen Stars ist ebenfalls eine Senkung des Augeninnendruckes. Der Fachbegriff für diese Operation ist Trabekulektomie, dabei wird unter dem Oberlid eine kleine Öffnung in die Lederhaut des Auges präpariert und die Augenflüssigkeit unter die Bindehaut abgeleitet. Bei optimalem Heilungsverlauf entsteht ein sogenanntes Filterkissen, der Augeninnendruck fällt durch die Ableitung des „überschüssigen“ Augenwassers unter die Bindehaut.

Dieser Eingriff wird normalerweise unter ambulanten Bedingungen in Tropfanästhesie durchgeführt, die Eingriffsdauer beträgt ca. 20 – 30 Minuten. Anders als bei anderen Augenoperationen, ist der Heilungsverlauf sehr langwierig, eine gute Wundheilung sorgt für einen Verschluss der Öffnung in der Lederhaut und ist dementsprechend bei diesem Eingriff unerwünscht. Damit ist die normalerweise im Körper positive Wundheilung für den Heilungsverlaufs dieses Eingriffs eher kontraproduktiv. Aus diesem Grund werden intraoperativ verschiedene wundheilungshemmende Massnahmen durchgeführt. Sehr wichtig ist ebenfalls die engmaschige Betreuung nach der Operation. Es können hier verschiedene zusätzliche Massnahmen zur Beeinflussung der Wundheilung notwendig werden. Normalerweise geht man von einem ca. 2- bis 3-monatigen Heilungsverlauf mit regelmässigen Kontrollen aus. Allenfalls werden zusätzliche Interventionen mit dem Laser oder eine Veränderung der Tropfentherapie notwendig.

Bei rund 70% der Patienten führt der drucksenkende Eingriff im ersten Jahr nach der Operation zu einer erfolgreichen Senkung des Intraokulardruckes. Bei ungenügendem Ansprechen oder einem Augendruckanstieg im Verlauf ist jedoch eine zusätzliche Tropfenbehandlung nötig. Der drucksenkende Effekt dieses Eingriffes ist jedoch oft nicht lebenslang gewährleistet, die Operation kann aber wiederholt werden. Risiken dieses Eingriffs sind eine Zunahme einer allenfalls bereits vorhandenen Linsentrübung (Grauer Star). Ebenfalls möglich sind Blutungen im vorderen Augenbereich oder zu tiefe Augendruckwerte, es können weitere operative Eingriffe notwendig werden.

Alternativ zum beschriebenen Eingriff mit der Ableitung des Augenwassers unter die Bindehaut besteht die Möglichkeit zur sogenannten Zyklophotokoagulation. Hierbei wird mit einem Laser die Struktur des Auges, die das Kammerwasser produziert, geschädigt. Die Produktion des Kammerwassers wird damit reduziert, es resultiert eine Senkung des Augeninnendrucks. Dieser Eingriff hat den Vorteil, dass die Wundheilung nicht sehr lange dauert. Bei dieser Behandlung schwieriger ist allerdings die exakte Anpeilung des gewünschten Augendrucks, in den meisten Fällen sind mehrere Behandlungen nötig.

Live-Operation:




Centralbahnstrasse 20, CH-4051 Basel
T +41 61 270 20 40, F +41 61 270 20 49