Der Graue Star - Behandlung

Wie wird der Graue Star behandelt?

Da eine wirksame medikamentöse Therapie des Grauen Stars nicht existiert, ist die Operation die einzige Behandlungsmöglichkeit.

Wann ist die Operation des Grauen Stars sinnvoll?

In den meisten Fällen bestimmt der Patient in Abhängigkeit seiner Sehanforderungen den Operationszeitpunkt selbst. Fühlt sich ein Patient den Sehaufgaben im Alltag gewachsen, kann mit einer Operation zugewartet werden. Diese Wahlfreiheit kann jedoch durch medizinische Gründe eingeschränkt werden, beispielsweise wenn das Operationsrisiko bei längerem Zuwarten ansteigen würde. Weitere Gründe, die eine Operation des Grauen Stars nötig machen, sind auch das Nichterfüllen der Anforderungen für das Führen eines Kraftfahrzeuges.

Welche Untersuchungen werden vor der Operation durchgeführt?

Ein zentrales Anliegen der Ärzte am Augenzentrum Bahnhof Basel ist eine eingehende Aufklärung der Patienten über die Operation mit ihren Möglichkeiten, dem individuellen Komplikationsrisiko sowie den eventuell bestehenden Limitationen durch Begleiterkrankungen der Netzhautmitte (Makula). Ein wichtiger Aspekt der Voruntersuchung ist auch die Wahl der richtigen Stärke und Art der zu implantierenden Kunststofflinse. Die zur Wahl stehenden Möglichkeiten werden mit dem Patienten eingehend besprochen.

Was geschieht bei der Kataraktoperation?

Bei der Operation des Grauen Stars wird die eingetrübte Linse durch eine Kunststofflinse ersetzt. Dieser Eingriff wird in der Regel unter ambulanten Bedingungen in Tropfanästhesie durchgeführt und ist im Normalfall nicht schmerzhaft. Bei der heute standardmässig durchgeführten Phakoemulsifikationsmethode wird die Linsenkapsel vorne scheibenförmig eröffnet, der harte Linsenkern mit Ultraschall zertrümmert und anschliessend zusammen mit der weicheren Linsenrinde abgesaugt. In die verbleibende Linsenkapsel wird im Anschluss die Kunstofflinse eingesetzt. Die für die Operation notwendigen Hornhautschnitte sind so klein (ca. 3 mm), dass sie sich selbst verschliessen und auf eine Naht verzichtet werden kann.
Wir operieren unsere Patienten im OP-Zentrum Bahnhof Basel, welches direkt neben dem Augenzentrum Bahnhof Basel liegt. Die gesamte Aufenthaltszeit für die Operation mit Vorbereitung und Nachbetreuung beträgt rund 90 Minuten. Der eigentliche Eingriff dauert zwischen 15 und 20 Minuten.

Live-Operation:

Wie erfolgreich ist die Operation?

Bei guter Wahl des Zeitpunktes des Eingriffes und bei komplikationsloser Durchführung ist die Operation des Grauen Stars ein sehr erfolgreicher Eingriff mit einer hohen Patientenzufriedenheit. Voraussetzungen für ein gutes Operationsresultat ist eine intakte Funktion der Netzhautmitte (Makula). Sollten Begleiterkrankungen vorliegen, welche die Sehschärfe nach der Operation reduzieren können, wird dies mit dem Patienten besprochen.

Operations mittels Laser (Femto-Phako)?

In einer aktuellen Studie im Journal of Cataract an Refractove Surgery (2/2017), einer der renommiertesten Fachzeitschriften der Augenheilkunde, untersuchte eine österreichische Forschungsgruppe die Resultate der klassischen Operation des grauen Stars im Vergleich mit der Femtophakoemulsifikation, spannenderweise wurde ein Auge mit dem Femtolaser (auch als Femto-Phako bezeichnet) und das andere Auge des Patienten konventionell operiert. Das Resultat war eindeutig, es zeigte sich kein Unterscheid zwischen den beiden Techniken, ausser dass die Operation mit dem Femtolaser deutlich länger dauerte.

Mehr als die Hälfte der Patienten würden, nachdem beide Augen operiert waren, die Operation ohne Femtolaser vorziehen.

Wir selbst konnten in einer, mittlerweile in den klinischen Monatsblättern für Augenheilkunde und im Augenspiegel veröffentlichten, klinischen Forschungsarbeit zeigen, dass unsere manuelle Technik gegenüber der Femtolaser assistierten Operation des grauen Stars mindestens ebenbürtig – wenn nicht komplikationsarmer ist.

Zusammengefasst fehlt auch noch 10 Jahre nach der Einführung des Femtolasers in der Operation des grauen Stars der Nachweis eines besseren Resultats, welcher die erheblichen Mehrkosten für den Patienten rechtfertigen würden. Allgemein setzt sich in der Augenheilkunde die Erkenntnis durch, dass ein erfahrener Operateur tendenziell die besseren Resultate erzielt, als der Einsatz des Femtolasers und - erst noch wesentlich preisgünstiger - als rein kassenpflichtige Leistung zu haben ist.




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